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Team Wissenschaft erklärt die Lange Nacht der Wissenschaft

Seit 2006 gibt es das Team Wissenschaft im Rathaus der Landeshauptstadt, um sich stark für die Wissenschaft zu machen und vor allem den Bürgern zugänglich zu machen. Wir haben feste Strukturen mit den wissenschaftlichen Institutionen. Beim Oberbürgermeister hat das Thema eine hohe Priorität, wir sind ihm direkt zugeordnet. Wir haben mit Dr. Klaus Puchta und Janine Lehmann ein Interview geführt.

1. Angenommen, Sie sollten in einem Satz erklären, warum man zur Langen Nacht der Wissenschaften gehen solle – was würden Sie sagen?

Magdeburg hat sich zu einem vielfältigen Wissenschaftsstandort entwickelt und jeder hat bei der Langen Nacht die einmalige Chance, sich durch einen Besuch in den Laboren und Hörsälen einen Überblick über Wissenschaft und Forschung in unserer Stadt zu verschaffen.

2. Wie wichtig ist ein Veranstaltungsformat wie die Lange Nacht der Wissenschaften in Zeiten von Populismus?

Die Lange Nacht hat unter anderem zum Ziel, schwierige wissenschaftliche Zusammenhänge für Bürger verständlich zu machen. Es wird also versucht, diese Sachverhalte nachvollziehbar zu machen, ohne deren Komplexität zu verschweigen. Populismus dagegen versucht jede Fragestellung zu banalisieren mit dem Ziel, mit vermeintlich einfachen Lösungen Bürger zu beeinflussen.

3. Wie und warum engagieren sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so für die Lange Nacht?

Wissenschaftler freuen sich über neue Erkenntnisse und sind auch stolz auf ihre Forschungsleistungen. Diese Freude möchten sie mit ihren Mitbürgern teilen. Deshalb erklären sie gern ihre Arbeit. Natürlich wissen sie auch, dass ihre Arbeit zum großen Teil mit öffentlichen Mitteln finanziert wird. Daher ist es für die Wissenschaftlerinnen und Forscher selbstverständlich den Bürgern zu erklären, was mit ihrem Geld geschieht.

4. Was ist eigentlich persönlich Ihre schönste LNDW-Erinnerung aus den letzten Jahren?

Die Lange Nacht der Wissenschaft hat immer ein ganz besonderes Flair. Es sind tausende Menschen, vor allem auch viele Familien, in Bewegung. Aber das Ganze findet in einer unglaublich entspannten und fröhlichen Atmosphäre statt. Es macht viel Freude zu beobachten, mit welchem Interesse und mit welcher Konzentration vor allem die Kinder beim Experimentieren dabei sind.

5. Wie würden Sie Menschen für die Lange Nacht begeistern, die dort noch nie waren?

Die Lange Nacht der Wissenschaft ist keine dröge Schulstunde. Das ist intelligente Unterhaltung, bei der es Spaß macht, Neues zu lernen. In den ‚Pausen‘ sollte man sich zum Wissenschaftshafen begeben und auf der kulinarische Meile das Programm genießen. So wird der ganze Abend ein tolles Erlebnis.

6. Auf welche Programmpunkte freuen Sie sich in diesem Jahr besonders?

Nach langer Umbauzeit wird in diesem Jahr wieder das VTDC des Fraunhofer Institutes im Wissenschaftshafen geöffnet sein. Der ‚Elbedom‘ mit seiner 360°-Visualisierung ist ein Highlight. Der Mobilitätscampus an der Uni, mit den umfassenden Informationen über Verkehrslösungen der Zukunft, oder der Konstruktionswettbewerb auf dem Campus der Hochschule sind ganz sicher auch sehr spannend. Es ist einfach schwer, bei über 300 Programmpunkten einzelne Angebote herauszuheben.

7. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Magdeburg braucht weiterhin viele Studenten, wenn sie qualifizierte Arbeitnehmer sich gewinnen will. Weiterhin wird die Landeshauptstadt durch die Wissenschaft internationaler und das steht ihr gut zu Gesicht.