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Karrieren in Medizin und Forschung gezielt fördern: Neues Mentoring-Programm gestartet

Mit einer Auftaktveranstaltung am 16. Juni 2026 ist an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein neues Mentoring-Programm für Clinician und Medical Scientists gestartet. Das Angebot richtet sich an junge Ärztinnen und Ärzte, die neben ihrer klinischen Tätigkeit wissenschaftlich arbeiten, sowie an Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler in der medizinischen Forschung. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Weg zu einer erfolgreichen akademischen Karriere gezielt zu unterstützen und langfristige Perspektiven in Forschung und Hochschulmedizin zu schaffen.

Das Mentoring-Programm basiert auf drei zentralen Bausteinen. Im Mittelpunkt steht ein individuelles Mentoring, bei dem erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Teilnehmenden bei ihrer Karriereplanung begleiten. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Netzwerktreffen, die den Austausch zwischen klinischer und experimenteller Forschung fördern. Zielgerichtete Workshops zu Themen wie Drittmitteleinwerbung, Führungskompetenz oder der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben runden das Angebot ab.

Bild vergrößern: Mentoringprogramm medizin. Fakultät © Melitta Schubert / Universitätsmedizin Magdeburg
Gemeinsam für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Beim Auftakt des neuen Mentoring-Programms der Medizinischen Fakultät Magdeburg informierten(v. l.) Dr. Anna Orlikowski, Referentin für Gleichstellung, Diversität und Nachwuchsentwicklung, Dekanin Prof. Daniela Dieterich, Prof. Anne Albrecht, Prodekanin für Nachwuchsentwicklung und Chancengleichheit, Prof. Dr. Rüdiger Braun-Dullaeus, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie sowie die externe Coachin und Supervisorin Dr. Katja Mittrenga, über Ziele und Inhalte des Programms.

„Mit diesem Mentoring-Programm schaffen wir eine tragfähige Struktur, um exzellente Köpfe auf ihrem Weg in die Spitzenforschung zu unterstützen und langfristig zu halten“, sagte die Prodekanin für Nachwuchsentwicklung und Chancengleichheit, Prof. Dr. Dr. Anne Albrecht, zur Eröffnung des Programms.

Einen fachlichen Impuls zum Auftakt gab die externe Referentin, Coachin und Supervisorin Dr. Katja Mittrenga. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die Voraussetzungen für erfolgreiche Mentoring-Beziehungen und die Bedeutung eines guten Zusammenspiels zwischen Mentorinnen, Mentoren und Mentees. „Mentoring gelingt nicht automatisch. Es braucht Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und ein passendes Matching, damit daraus eine erfolgreiche Lern- und Entwicklungsbeziehung entstehen kann“, betonte Dr. Mittrenga.

Investition in die nächste Generation der Hochschulmedizin

Die Dekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. rer. nat. Daniela C. Dieterich, unterstrich die strategische Bedeutung des Programms für die Zukunft des Forschungsstandortes Magdeburg und die Nachwuchsförderung der Hochschulmedizin insgesamt. Als Mitglied des Präsidiums des Medizinischen Fakultätentages (MFT) begleitet sie die Diskussion um moderne Karrierewege für wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sowie Forschende bundesweit: „Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine zentrale Aufgabe der Hochschulmedizin in Deutschland. Im Medizinischen Fakultätentag diskutieren wir intensiv darüber, wie wir wissenschaftliche Karrieren in der Hochschulmedizin attraktiver gestalten können, um hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre Ideen weiterzuentwickeln und somit medizinische Spitzeninnovationen voranzutreiben. Mit dem Clinician & Medical Scientist Programm setzen wir in Magdeburg diesen Anspruch konkret um und schaffen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten für die nächste Generation medizinischer Forschender, ermöglicht auch durch die Grundfinanzierung, die das Land Sachsen-Anhalt unserer Hochschulmedizin zur Verfügung stellt.“

Das strukturierte Mentoring ist Teil des Basic Clinician & Medical Scientist Program (B-CMSP) der Medizinischen Fakultät. Das Programm richtet sich insbesondere an promovierte Ärztinnen und Ärzte in der fachärztlichen Weiterbildung sowie an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen der medizinischen Grundlagen-, translationalen und Versorgungsforschung. Ziel ist es, wissenschaftliche, methodische und karrierebezogene Kompetenzen systematisch weiterzuentwickeln und die Verbindung von Forschung und Patientenversorgung nachhaltig zu stärken.

Weitere Informationen finden sich hier.

Quelle: Pressestelle Unimedizin Magdeburg 

08.07.2026